Geni Wüger

Handballclub Gelb-Schwarz

Schaffhausen

Ehemaliger Aufstiegstrainer Eugen "Geni" Wüger verstorben.

Im hohen Alter von 95 Jahren ist am 12. August der ehemalige Gelb-Schwarz- und Junioren-Nationaltrainer Eugen "Geni" Wüger gestorben. Er prägte die erste Generation von regionalen Spitzenhandballern bei Gelb-Schwarz Schaffhausen und führte diese Anfang der 70er Jahre praktisch in einem Zug von der 2. Liga in die Nationalliga A.


Kürzlich nahm in Neuhausen Witwe Ursula Wüger und eine kleine Trauer-gemeinde Abschied von Eugen «Geni» Wüger. Am 12. August war er mit 95 Jahren gestorben. Lange Zeit war Geni Wügers Leben geprägt vom Wirken im Handball. Zuerst als Spieler im Gross- und, als dieser in den 60er-Jahren immer mehr verschwand, auch im Kleinfeldhandball, dem Vorgänger des Hallenhandballs.

An Geni Wüger erinnern sich einstige Weggefährten der 60er- und 70er-Jahre gerne zurück. Rolf Bünter, Gründungsmitglied 1956 bei der Abspaltung des HC Gelb-Schwarz vom TV Schaffhausen, war von 1969 bis 1979 Ver-einspräsident von Gelb-Schwarz. Wüger war fürs Sportliche zuständig: «Er war ein Motivationskünstler. Er verliess gerne ausgetretene Pfade und verlieh dem Handballsport viele neue Impulse», sagt Bünter. Die Schaffhauser schafften 1973 dank Wüger und einer starken ersten Generation von regio-nalen Handballern den erstmaligen Aufstieg in die Nationalliga A in der neu erstellten Ballonhalle. Vor 47 Jahren hätten sie nicht einmal ein richtiges Tor gehabt, erinnerte sich «Geni» Wüger an der Jubiläumsfeier «40 Jahre NLA-Aufstieg» im Herbst 2013 in der BBC-Arena an die Anfänge. «Wir mussten ein Tor aus Dachlatten zusammenbauen. Ich schaue mit Stolz auf meine Mannschaft von damals zurück, die haben gut gehorcht. Es war eine tolle und erfolgreiche Zeit.» Obschon Gelb-Schwarz 1974 trotz guten Leistungen gleich wieder abstieg – Wüger wurde danach ebenso erfolg-reicher Schweizer Junioren-Nationaltrainer –, blieben beste Erinnerungen zurück.

Und klar ist: Visionär «Geni» Wüger hat aufgezeigt, was in der Region möglich ist. 2004/05, gut 30 Jahre später, holten die Kadetten unter Präsident Giorgio Behr den ersten Meistertitel. Behr hatte einst dem GS-Erfolgsteam angehört. «Ich habe sehr viel gelernt von Geni Wüger», betont Behr, der später lange (Erfolgs-) Trainer der Kadetten war, «hinten übernahm ich seine Rolle als Abwehrchef und vorne als Kreisläufer.»

Bei der Jubiläumsfeier "40 Jahre NLA-Aufstieg" 2013 war Erfolgstrainer Geni Wüger dabei: Links mit Rolf Bünter, rechts mit Ueli Zürcher und Giorgio Behr.

So startete der HC Gelb-Schwarz 1973/74 in die erste NLA-Saison

(oben v.l.): Trainer Eugen Wüger, Ueli Zürcher, Otto Haag, Beat Streit, Hans Haag, Hansjörg Keller, Giorgio Behr, Martin Schläpfer und Präsident Rolf Bünter.

(vorne v.l.): Kurt Blum, Hans Rosenast, René Streit, Christian Wäckerlin, Othmar Strasser und Roland Schibli